Der Zeitfresser-Check · Steuerkanzlei
Zeit für automatisierbare Aufgaben
≥ 10
Stunden pro Woche
aufs Jahr gerechnet 25.300 €
KI-Reifegrad
Level 2 von 5: Experimentierer
Einzelne nutzen KI für sich, ohne gemeinsame Linie.
Vorsichtig aus euren Angaben gerechnet, mit der unteren Grenze eurer Spanne. Der echte Wert liegt erfahrungsgemäß höher, ein Fragebogen erfasst nicht jeden Zeitfresser. Die vollständige Herleitung steht direkt darunter.
Unsere Einordnung
Bei Kanzlei Berg & Partner fällt auf, dass alle vier genannten Zeitfresser am selben Ort entstehen: rund um Posteingang und Mandantenkommunikation. Mandantenpost, fehlende Belege, Status-Nachfragen und wiederkehrende Schreiben folgen festen Mustern, und genau solche Aufgaben lassen sich gut abgeben. Dass Einzelne im Team bereits mit ChatGPT arbeiten, ist ein guter Ausgangspunkt: Die Offenheit ist da, es fehlt die gemeinsame Linie. Deshalb greifen die drei Hebel unten direkt ineinander.
Eure Angaben ergeben eine Spanne von 10–24 Std/Woche, wir rechnen durchgehend mit der Untergrenze. Euro-Rechnung: 10 Std/Woche × 46 Arbeitswochen × 55 € kalkulatorischer Stundensatz (Konservative Vollkostenrechnung je produktiver Stunde auf Basis BA-Entgeltatlas (Steuerfachangestellte) und BStBK STAX 2024) = 25.300 € pro Jahr.
Euer Ergebnis: Level 2 von 5, Experimentierer.
Zur Einordnung: Steuerkanzleien in Deutschland
Laut STAX 2024, der Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer, nutzten erst rund 12 Prozent der Einzelkanzleien KI-Chatbots wie ChatGPT, bei den größeren Berufsausübungsgesellschaften war es mit rund 33 Prozent bereits jede dritte. Eine Erhebung von SWI Finance im Auftrag des Handelsblatts (2025) zeigt zugleich, wie schnell sich das Bild dreht: Über 60 Prozent der Kanzleien setzen KI inzwischen zumindest in Teilbereichen ein, vor allem bei der Recherche; bei der Datenerfassung sind es erst gut 30 Prozent. Zum Vergleich über alle Branchen: Nach einer repräsentativen Bitkom-Befragung (2026) nutzen 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten bereits KI, weitere 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Der Abstand zwischen den Kanzleien wächst damit derzeit; entscheidend ist weniger das Ob als die Frage, an welchen Stellen sich der Einsatz zuerst rechnet.
Quellen: BStBK: STAX 2024 — Statistisches Berichtssystem für Steuerberater (IfD Allensbach) · Haufe Taxulting: Status Quo — KI in Steuerkanzleien (SWI Finance im Auftrag des Handelsblatts, 2025) · Bitkom: Digitalisierung der Wirtschaft — Presseinformation zur KI-Nutzung in Unternehmen
Abgeleitet aus euren Antworten, jeweils mit konkreten Werkzeugen und dem ersten Schritt.
Fristverlängerungen, Einsprüche, Mandanten-Infos: Inhaltlich ähneln sich die Schreiben, trotzdem wird jedes Mal neu formuliert oder aus alten Dokumenten zusammenkopiert. Das kostet Zeit, und die Qualität schwankt, je nachdem, wer gerade schreibt.
Warum bei euch: Wiederkehrende Schreiben ans Finanzamt und an Mandanten zählen laut euren Angaben zu den größten Zeitfressern, und mit euren alten Vorlagen liegt das Rohmaterial bereits in der Kanzlei. Aus diesen Vorlagen wird eine Bibliothek, die Entwürfe in Minuten liefert; die fachliche Prüfung bleibt beim Berufsträger. Darum ist dieser Hebel der schnellste.
Ihr baut eine Bibliothek eurer 10 bis 15 häufigsten Schreiben als KI-Vorlagen mit Platzhaltern auf. Ein Entwurf entsteht damit in unter einer Minute, die fachliche Prüfung bleibt beim Berufsträger. Sachverhalte werden anonymisiert eingegeben, echte Namen und Steuernummern gehören nicht in die Eingabe.
So sieht die Umsetzung aus
Für Berg & Partner hieße Schritt eins: die häufigsten Schreiben, von der Fristverlängerung bis zur Mandanten-Info, aus den bestehenden Alt-Vorlagen zusammentragen. Da diese Vorlagen laut euren Angaben vorliegen, ist die Bibliothek in wenigen Tagen einsatzbereit; die Prüfung jedes Entwurfs bleibt beim Berufsträger.
Erste Vorlagen in wenigen Tagen einsatzbereit, die Bibliothek wächst im Alltag
Das Postfach läuft jeden Tag voll: Statusfragen, Terminwünsche, Belege — und dazwischen die wirklich wichtigen Mails. Qualifizierte Mitarbeiter verbringen den halben Vormittag mit Sichten, Zuordnen und immer gleichen Antworten. Trotzdem bleibt das Gefühl, etwas zu übersehen.
Warum bei euch: Mandantenpost sichten und fehlenden Belegen hinterhertelefonieren stehen beide auf eurer Liste, und beide beginnen mit demselben Schritt: erkennen, worum es geht und was fehlt. Genau diese Vorsortierung lässt sich übernehmen, samt fertiger Antwortentwürfe. Euer Team prüft dann, statt bei null anzufangen.
Ihr definiert die fünf bis sechs typischen Mail-Kategorien eurer Kanzlei und hinterlegt Standardantworten. Ein KI-Assistent ordnet eingehende Mails zu und erstellt Antwortentwürfe, die euer Team nur noch prüft und freigibt. Gestartet wird mit anonymisierten Textbausteinen, sodass Mandantendaten draußen bleiben, bis eine datenschutzkonforme Team-Umgebung steht.
So sieht die Umsetzung aus
Erste Version in wenigen Tagen nebenher einsatzbereit
"Wie war das nochmal bei…?" — dieselben Fragen unterbrechen immer wieder zwei Leute gleichzeitig: den, der fragt, und den, der antwortet. Das Wissen steckt in Köpfen, alten Mails, Gesprächsnotizen und verstreuten Word-Dateien. Fällt ein erfahrener Mitarbeiter aus, fehlt es sofort.
Warum bei euch: Fachliche Zwischenfragen erreichen euch nach euren Angaben etwa einmal am Tag, und die Antworten liegen verstreut in Postfächern, DMS-Ablage und Gesprächsnotizen. Eine durchsuchbare Wissensbasis macht daraus eine Quelle, die das Team selbst befragt. Jede beantwortete Frage bleibt so dauerhaft auffindbar.
Ihr sammelt die 30 bis 50 häufigsten internen Fragen und macht daraus mit KI-Unterstützung saubere Wissensartikel an einem zentralen Ort, auch aus vorhandenen Notizen und Arbeitsanweisungen. Darauf setzt ihr einen internen KI-Assistenten, der Fragen zu Kanzlei-Abläufen direkt beantwortet. Es geht um interne Prozesse, Mandantendaten braucht die Wissensbasis nicht.
So sieht die Umsetzung aus
Grundstock nebenher in 1–2 Wochen aufgebaut
Welcher Hebel wäre bei euch der dringendste?
Mach den Check mit euren eigenen Zahlen, er dauert 3 Minuten.
Diese Auswertung basiert allein auf euren Angaben aus dem Check. Sie weiß nicht, wie eure Mandanten tatsächlich mit euch arbeiten, wo eure Software-Landschaft Grenzen setzt und welche der Schätzungen zu hoch oder zu niedrig ist. Erfahrungswert: Selbsteinschätzung und Realität liegen deutlich auseinander, in beide Richtungen.
Dazu kommt: Die 10–24 Stunden stammen aus wenigen Minuten Befragung und sind bewusst vorsichtig gerechnet. Wenn wir uns ein Unternehmen direkt anschauen, finden sich fast immer Potenziale, die kein Fragebogen erfasst.
Startet mit dem ersten Schritt aus Hebel 1 und den genannten Werkzeugen. Für viele Teams ist das der richtige Anfang, und er kostet nichts. Das Dossier gehört euch, ohne Verpflichtung.
Wir schauen uns vor dem Termin eure Antworten und euer Business genauer an und bringen ein, zwei konkrete Ansätze mit, die über das Dossier hinausgehen. Ihr entscheidet danach selbst, was ihr davon umsetzt.
30 Minuten · kostenlos · direkt hier buchbar